folge 17 - alles auf die goldwaage

Shownotes

ポッドキャスト「ɪç ʊnt ax」第17回では、ドイツの鉄道事情を切り口に、日独の文化的な違いについて語ります。話題は、ドイツでは「普通」とされがちな電車の遅延、サービス対応への期待値、そして「何でもかんでも深読みしない(nicht alles auf die Goldwaage legen)」という考え方。
伝説的なエドムント・シュトイバーの発言をきっかけに、日本の学生がドイツで経験しがちなカルチャーショック、ドイツ鉄道の現実、そして9ユーロチケットから現在のドイツチケットまでの変遷も紹介します。
結論はシンプル。文句を言う前に状況を理解すること。時にはコーヒーとクロワッサンを買って、気長に待つ余裕も大事、という話です。

こちらが今回のエピソードのスクリプトへのリンクです:
https://drive.google.com/file/d/1mOgteYWfhe8ju9XghpIw1itnxeRlsvza/view?usp=sharing

#ichundach #bahn #deutschebahn #verspätung #kulturschock #servicekultur #alltagskultur #deutschlandticket #interkulturell

#ドイツ #日本 #電車 #鉄道 #遅延 #カルチャーショック #文化比較 #公共交通 #ドイツ鉄道 #ドイツチケット

Transkript anzeigen

00:00:15: Da sind wir wieder mit einer neuen Folge.

00:00:18: Ich und

00:00:20: ... Ach,

00:00:22: es dauert immer so ein bisschen bisher für die Zauber versteht was ich von ihm erwarte.

00:00:29: Wir sind in der siebzehnten Folge schon oder?

00:00:32: Mein lieber Scholli?

00:00:34: Ja Siebzehn

00:00:35: Folgen

00:00:36: Mein Lieber Herr Gesangsverein Zwei dumme

00:00:39: Eingedanke Bei der Gewurt getrennt Und ich hab neulich tatsächlich, wir haben ja ein Foto von uns auf Instagram hochgeladen.

00:00:53: Als wir die Reise nach Morioka gemacht haben und da hat jemand drunter geschrieben Zwillinge bei der Geburt getrennt Weil wir uns ja so unglaublich unehnlich aussehen.

00:01:03: Jedenfalls habe ich gedacht, Ja!

00:01:05: Ich bin der ältere... ...ich bin sechs Jahre eher geboren.

00:01:09: Aber wir sind trotzdem Zwillinge

00:01:11: aber die Geburt hat halt sechs Jahre gemohrt.

00:01:13: Ja, ich war noch sechs Jahre im Mutterleib.

00:01:15: Genau deswegen bist du so gut entwickelt.

00:01:20: Was machen wir?

00:01:21: Ich wollte

00:01:21: eigentlich heute mit ihr hier einsteigen.

00:01:24: Hör mal kurz einfach hier rein.

00:01:30: vom Hauptbahnhof

00:01:31: in München, mit zehn

00:01:34: Minuten

00:01:36: ohne dass sie am Flughafen noch einchecken müssen.

00:01:39: Dann starten

00:01:40: Sie im Grunde genommen

00:01:41: am Flughaus

00:01:44: am Hauptbahnhofe München und starten Ihren Flug.

00:01:47: Zehn Minuten.

00:01:49: schauen sich mal die großen Flughäfen an wenn sie in Dysro, London oder sonstwo Schaldigol in Frankreich in Rom, wenn sie sich mal die Entfernung ansehen.

00:02:03: Wenn Sie Frankfort sich ansehen, dann werden Sie feststellen

00:02:06: das zehn Minuten

00:02:09: sind jederzeit locker im Frankfurter Trafen um ihr Geld zu finden.

00:02:14: Genau, Reweise gesprochen der Edmund Stoller.

00:02:18: Kennst du die Aufnahme?

00:02:20: Die Aufnahme kenne ich!

00:02:21: Die habe ich in Echtzeit doch... Das ist doch gar nicht so alt, da sind es doch vielleicht erst einmal zehn Jahre alt oder so.

00:02:27: Ja wo er halt als Politiker noch aktiv war Hat der das rausgehauen?

00:02:32: Vielleicht

00:02:32: zur Einordnung.

00:02:33: ganz kurz, Edmund Stäuber aus der CSU.

00:02:36: Ich

00:02:36: glaube der ist CSU auch im Bayern-Premierminister gewesen.

00:02:41: Mir ging es eher um das Thema und zwar um das thema bahn Und ich dachte es wäre doch mal wieder Zeit für...

00:02:51: Antikulturschock!

00:02:52: Kulturschochtherapie!

00:02:54: KULTURSHOCKSCHUTS

00:02:55: FÜR

00:02:55: ALLE!!!

00:02:57: Ja,

00:02:58: Kulturschocktherapie.

00:03:00: Diese ganze Zugangelegenheit ist mir ein wichtiges Thema.

00:03:04: um einfach unseren Studierenden zu sagen Leute wenn ihr nach Deutschland kommt und einen Zug nicht fährt ist das nichts worüber man sich aufregt oder dass es irgendwas wäre was etwas besonderes ist denn... Was würdest du sagen wo du sagst?

00:03:21: Das ist normal!

00:03:22: Es ist eine Verspätung eines Zuges

00:03:26: Jetzt in Deutschland?

00:03:27: In Deutschland, genau.

00:03:28: Also mich würde gar nicht stören wenn der Zug zwanzig Minuten zu spät kommen wird.

00:03:32: Zwanzig-Minuten fände ich total egal.

00:03:35: bei dreißig Minuten... Ich weiß nicht.

00:03:36: irgendwie ist da so eine unsichtbare Grenze zwischen zwanziger und dreißiger.

00:03:39: Zwanzig finde ich okay, dreißige finde ich nicht

00:03:41: gut.

00:03:41: Total witzig!

00:03:42: Ja genau, zwanzich Minuten ist auch so meine, wo ich sage, über zwanzzig Minuten verspätung.

00:03:46: Bei zwanzigen Minuten geht man nochmal die Treppe runter guckt nochmal kauft sich ein Croissant oder einen Kaffee und dann geht man wieder zurück und dann kommt der Zug.

00:03:51: Dann ist es ok oder noch eine Zeitschrift.

00:03:53: Ja, genau so ist es und das ist völlig in Ordnung.

00:03:56: ich meine so sind wir schon eingepägelt ne?

00:03:58: Das gehört einfach Verspätung als Kulturgut in Deutschland dass er ist einfach was normales Und dann fährt halt man Zug auch mal nicht Ne?

00:04:06: Das passiert auch und... ja

00:04:08: das ist so lustig eigentlich.

00:04:09: ne Dass die Leute klagen darüber.

00:04:12: Ich wohne ja jetzt nun schon seit zwei tausend zwölf In Japan Aber Als ich gegangen bin ich habe noch nie erlebt dass ein Zug nicht gekommen ist noch nie Und ich bin echt oft Bahngefahren.

00:04:24: Das heißt, diese schlimme Situation die alle Leute beklagen muss irgendwie dann nach Jahrzehnten irgendwann angefangen haben.

00:04:32: Denn als ich wie gesagt in Berlin gewohnt und da bin ja dann also wirklich oft Zug gefahren.

00:04:38: Also mal nach Hause, mal nach München, weiß ich nicht.

00:04:43: Das hat immer irgendwie geklappt!

00:04:44: Ich erinnere mich einmal gab es ein riesiges Problem.

00:04:48: Das fand ich sehr, sehr unangenehm.

00:04:50: Ich bin Weihnachten am vierzwanzigsten Heiligabend drei Stunden oder vier Stunden verspätet angekommen.

00:04:55: da war das Abendessen zu Ende und das fand ich ärgerlich weil wir standen weil es halt geschneit hat oder gefroren hat oder so minus null also weniger als Null Grad Und dann konnte der Zug halt nicht fahren weil ist irgendwie vereist war unterdeckt mir ja gut Ist super doof aber kann passieren kann auch in Japan passieren.

00:05:13: Also ich habe gehört, bei Schnee ist auch die japanische Wahn nicht so richtig gut aufgestellt.

00:05:22: Ich

00:05:23: hab mal die Geschichte gehört dass eine Nacktschnecke oder eine Schnecke in die Elektronik gekrappelt ist.

00:05:29: wie sagt man geflutscht ist.

00:05:31: In Germany?

00:05:32: Nee, in Japan und dann war komplett flett.

00:05:35: also ich glaube das waren dann die Jamanotesen oder auf jeden Fall eine sehr stark befahrene Zuglinie.

00:05:42: Wie

00:05:42: findet man denn dann die... also wie findet man heraus, dass es an der Schnecke gelegen hat?

00:05:47: Da muss man

00:05:47: ja alle Kilometer... Ich glaube, die war tot in der Elektronik mit Elektroschock.

00:05:52: Die arme Schnecke!

00:05:57: Ja, ich finde das ganz interessant weil jetzt wir sind ja jetzt im Jahr zwei tausend sechsten zwanzig er hat ja gerade frisch angefangen und Im Dezember-Zwei-Zwanzig wurde ja sozusagen mit der neuen Chefin der Deutschen Bahn, nämlich der Frau Palla.

00:06:15: Wurde nämlich der Neustart der Bahn begonnen.

00:06:18: also ausgerufen zumindest und ab zwanzigundzwanzig soll sich bei der deutschen Bahn viel verändern.

00:06:26: Ja darf man mal schauen was wird sich verändern?

00:06:29: Also wir wollen ja keine Wunder erwarten aber zumindest kundenfreundlicher soll es werden.

00:06:35: Und das finde ich ist gut, weil Kundenfreundlichkeit immer wichtig auch für unsere japanischen Studierenden.

00:06:41: also

00:06:42: wir

00:06:42: sprechen ja über Kulturschock und manchmal ist in Deutschland die Servicequalität im Vergleich mit der Japanischen Servicequalitet und der Kundenfreundlichkeit eher schlank.

00:06:55: Da spreche ich so genau das an was ich sagen wollte.

00:06:58: Ich bin einmal aus Japan Nee, nee.

00:07:01: Es ist genau gut!

00:07:03: Du hast es schön überall geleitet, dass man kommt aus Japan ganz verwöhnt.

00:07:09: Das ist immer der Kunde des Königs.

00:07:10: Man hat einen Super-Service und dann komme ich nach Deutschland...

00:07:17: Alles ist anders.

00:07:20: Will ich an den Ticketchalter?

00:07:21: Und was willst du denn am Ticketschalter?

00:07:23: Willst natürlich ein Ticket kaufen Bahn angestellte dort, sagte da nur was willst du oder was wollen sie?

00:07:30: Was

00:07:30: wollen ist überhaupt schon die richtige Vokabel.

00:07:33: Ja und das war sehr irritierend.

00:07:36: aber das darf man wirklich nicht an sich ran lassen.

00:07:39: Wir hatten das Thema schon mal.

00:07:41: Das ist auch zum Teil so ein kleiner Test wo man herausgefordert wird.

00:07:46: Absichtlich!

00:07:48: dass man ein bisschen hervorlocken möchte, ob wie man darauf reagiert und dass man da einfach locker oder lustig vielleicht auch reagiert.

00:07:56: Das entspannt dann die Situation und das kann man nur empfehlen.

00:08:00: Es ist halt oft gar nicht so böse gemeint.

00:08:02: Auf Deutsch gibt es ja diese schöne Redensart, dass man nicht alles auf die Goldwaage legen soll.

00:08:08: Also die goldwaage... Die goldwage ist eine Waage, die besonders fein und besonders kleine Mengen sehr genau wiegen kann.

00:08:18: Aber man es muss halt nicht unbedingt tatsächlich jede unfreundliche Bemerkung oder so, das ist da bricht keine Welt zusammen.

00:08:26: Also natürlich wäre es schön wenn alle Menschen immer freundlich sind.

00:08:31: aber ich glaube schon auch wenn jemand zehn Stunden am Stück gearbeitet hat und jetzt dachte ah jetzt gehe ich nach Hause dann kommt der Fujisawa und will ein Ticket kaufen dass man dann sagt ach komm geh.

00:08:41: Ja, es ist wirklich so.

00:08:42: Wir sind alle nur Menschen und dann reagiert man in gewissen Situationen halt so.

00:08:46: Ich möchte aber auch noch eine gute und wirklich positive Sache hervorheben.

00:08:52: Es gibt in Deutschland nämlich das Deutschlandticket.

00:08:55: Das war eine Zeit lang sogar bei neun Euro, was wirklich absoluter Luxus ist für neun euro.

00:09:01: Das waren für den ganzen Nahverkehr also Regionalexpress und auch für Bus- und Straßenbahn galt dieses Ticket Und da konntest du einen Monat lang für Neun Euro wirklich super günstig fast wirklich... Also das ist so günstige... Aber

00:09:14: dann warst Du doch auch nicht in Deutschland oder?

00:09:16: Ach, da warst du in Deutschland!

00:09:17: Ich war da in Deutschland tatsächlich, ich hab da Studis begleitet habe Ihnen dann auch beim Kauf dieser Tickets eben geholfen.

00:09:24: Ja,

00:09:25: das ist eine ziemlich coole Sache.

00:09:27: Anders als der Japan Rail Pass, den man dann irgendwie nur mit... Ne?

00:09:30: Es ist deutlich günstiger und er hat natürlich jetzt angezogen am... Ich glaube, sechsundfünfzig Euro kostet das jetzt.

00:09:36: Ach so!

00:09:36: Ich dachte es wären sogar neunsechzig.

00:09:38: Naja okay.

00:09:39: Also es gab war mal bei neunundvierzig und dann haben sie sich jetzt nochmal angezogen aber es ist trotzdem noch günstige.

00:09:46: Das ist bisher der Fall.

00:09:48: Okay, hier steht erster Januar, zweitausendzechsundzwanzig dreiundsechzig Euro pro Monat.

00:09:53: Also nochmal angezogen?

00:09:54: Ja das ist schade.

00:09:55: eigentlich sollte es eher umgekehrt sein.

00:09:56: Aber

00:09:56: es ist immer noch.

00:09:57: also ich überlege mal als ich Student war in Berlin habe ich glaube ich fünf... Nee stimmt gar nicht!

00:10:02: Ich hab ja einen Studenten-Ticket gehabt aber ich glaub da hat die Monatskarte schon fünfzig Euro gekostet.

00:10:06: Und wenn du jetzt überregional damit fahren kannst, überleg mal das ist ja wie ein... Wenn du das potenziellst mit zwölf auf einen Jahr.

00:10:13: Früher hat ja dieses... Dieses Ticket, dieses Ein-Jahresticket, hat ja irgendwie zwanzigtausend Euro oder so gekreut.

00:10:20: Das hatte doch irgendwie so eine völlig fiktive Zahl wo man sich dachte Ja, da muss ich jeden Tag irgendwie vierundzwanzig Stunden fahren.

00:10:29: Bahnkart einhundert?

00:10:30: Ist es so,

00:10:31: oder?

00:10:31: Genau ne, Bahnkarteinhundert genau!

00:10:34: Das hat wirklich, das ist nicht gelohnt.

00:10:36: Es hat wirklich zwanzigtausend, nicht zweitausend oder?

00:10:38: Zwanzig tausend!

00:10:40: Also auf jeden Fall teuer genug.

00:10:42: Aber zwanzigtausend kann gar nichts sein, dass du so viel Geld hattest und kannst dein Auto kaufen.

00:10:46: Ich dachte eher in diesem vierstelligen Bereich.

00:10:52: Auf jeden Fall da jetzt ein Punkt, dass es immer noch günstiger ist als vorher war...

00:10:59: Jetzt kostet sie fünftausende Euro.

00:11:01: Ganz schön teuer.

00:11:03: Danke, Internet!

00:11:05: Ja also das wollte ich kurz sagen.

00:11:07: Das ist eines der erfolgreichsten Programme der ehemaligen Bundesregierung, also der Ampel-Regierung zu der Zeit gewesen und wurde halt leider jetzt Schritt für Schritt immer teurer aber trotzdem immer noch erschneppert.

00:11:20: Und vor

00:11:20: allen Dingen genau... Also für japanische Verhältnisse ist es ja nachgeschmissen?

00:11:25: Ja, das stimmt.

00:11:26: Also überleg mal, für sechzig Euro fahre ich einmal, schien kannst du hin und zurück eine mittellange Strecke.

00:11:33: Das war's.

00:11:35: Also, das heißt nicht immer unbedingt... Ah so?

00:11:39: Jetzt kommt der Dschingel nochmal!

00:11:46: Ein bisschen weniger Freundlichkeit vielleicht manchmal aber dafür ein super Angebot um mit der Bahn zu fahren.

00:11:56: Ich würde sagen wir verabschieden uns vielleicht auch schon in die Winterferien und machen eine kleine Pause.

00:12:04: Nee, nicht Winterferien in die Semesterferien.

00:12:07: In die Frühlingsferien!

00:12:08: Ach so, warte mal.

00:12:08: Stimmt, Frühlingsfern sind das?

00:12:10: Heißen die doch.

00:12:10: Mhm.

00:12:11: Dann verabschieden... Wäre das was?

00:12:13: oder wollen wir uns schon in diese Semesterfähnen verabsieden?

00:12:16: Ich bin ziemlich überrascht dass wir ... also ich dachte wir machen auch in den Semesterfern vielleicht ein- oder zweimal von zu Hause aus einen Episodian und können wir ja mal gucken wenn die Leute das wünschen.

00:12:27: Okay okay okay.

00:12:30: Machen wir.

00:12:30: Also.

00:12:31: Ja wäre ich dabei

00:12:33: Wir hören voneinander, wir wissen nicht genau wann.

00:12:36: Vielleicht genau!

00:12:37: Das können wir sagen vielleicht nicht mehr wöchentlich aber wir melden uns auf jeden Fall.

00:12:41: Ja das ist so schön dann tschüss.

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